Früchte Balis

Die Märkte Balis quellen über von exotischen Früchten – viele davon wachsen direkt in den Dörfern und an den Berghängen der Insel. Hier stellen wir die wichtigsten vor. Angegeben ist zuerst der deutsche, dann der indonesische und zuletzt der lateinische Name.

Ananas – Nanas – ananas comosus

Mehrjährige Pflanze, deren Früchte nach etwa sechs Monaten geerntet werden. Wird auf Bali vorwiegend im Norden der Insel in kleinen Plantagen angebaut.

Annonen – Srikaya – annona squamosa

Kleine Bäume oder Sträucher mit lederartigen Blättern, heimisch im tropischen Bergland Südamerikas. Die Früchte setzen sich aus unzähligen Kernen zusammen, umgeben von cremigem, aromatisch süßem Fruchtfleisch. Die leicht verderblichen Früchte werden frisch verzehrt.

Avocado – Apocat – persea americana

Mittelgroßer, immergrüner Baum aus Mittelamerika, heute auch in den tropischen Ländern Asiens angebaut. Das zwei bis drei Zentimeter dicke, weich-cremige Fruchtfleisch umschließt einen großen, runden Samen. Die Früchte sind sehr ölhaltig und werden darin nur von der Olive übertroffen.

Bananen – Pisang – musa

Die Bananenstaude gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Tropen und wächst auf Bali in unzähligen Sorten – von der kleinen, süßen Obstbanane bis zur Kochbanane. Bananen sind aus der balischen Küche und von den Opfergaben nicht wegzudenken.

Durian (Stinkfrucht) – Durian – durio zibethinus

20 bis 40 Meter hoher Baum, vorwiegend in Malaysia, Indonesien und Thailand beheimatet. Der Name kommt vom malaiischen Wort für Stachel – „Duri“. Die bis zu 30 Zentimeter langen, kugelförmigen Früchte bestehen aus fünf Kammern, in denen die Samen von weichem, cremigem, gelblich-weißem Fruchtfleisch umgeben sind. Der Geruch erinnert an sehr kräftigen Käse. Die Bäume wachsen verbreitet in den Vorbergen Balis.

Guave – Jambu Biji – psidium guajava

Etwas knorriger, bis zu zehn Meter hoher Baum. Die kugel-, ei- oder birnenförmigen Früchte haben weiches, gelblich-weißes bis rosafarbenes Fruchtfleisch und schmecken süß bis säuerlich.

Jackfrucht – Nangka – artocarpus heterophyllus

Bis zu 25 Meter hoher Baum, dessen Früchte meist direkt am Stamm wachsen – bis zu einem Meter lang und 50 Kilogramm schwer. Kleine, unreife Früchte werden als Gemüse gekocht, reife als Obst gegessen. Die reifenden Früchte werden oft mit Säcken vor Fledermäusen geschützt. Das sehr harte Holz – frisch geschnitten kräftig gelb – wird auf Bali gerne für Türen und Fenster von Tempelanlagen und Hofeingängen verwendet.

Karambole (Sternfrucht) – Belimbing – averrhoa carambola

Ursprünglich in Südostasien heimisch, heute im gesamten Tropengebiet verbreitet. Die süß-säuerlichen Früchte werden vorwiegend zu Fruchtsalaten, Getränken und Marmelade verarbeitet.

Langsat – Duku – lansium domesticum

10 bis 20 Meter hoher Baum, in Malaysia und Indonesien verbreitet. Das Fruchtfleisch schmeckt leicht säuerlich und erfrischend; die kleinen grünen Kerne sind sehr bitter, daher erinnert der Geschmack an Grapefruit. Auf Bali an den Berghängen zur Nordküste angepflanzt.

Litchi – Lici – litchi chinensis

Bis zu zehn Meter hoher Baum mit dichter Krone aus Südchina. Die süß-säuerlichen Früchte mit ihrem besonderen Aroma gelten überall als feine – und entsprechend teure – Frucht.

Mango – Mangga – mangifera indica

Kräftiger, bis zu 30 Meter hoher Baum aus dem indischen Raum. In Indonesien sind die Sorten „Mana Lagi“ („Wo ist mehr?“) und „Harum Manis“ („Süßer Duft“) am beliebtesten. Sehr verbreitet im Nordwesten Balis.

Mangostane – Manggis – garcinia mangostana

10 bis 20 Meter hoher Baum, heimisch an der malaiischen Ostküste. Die Bäume tragen erst nach 10 bis 15 Jahren die sehr wohlschmeckenden Früchte mit weißem, leicht süß-säuerlichem Fruchtfleisch. An der Schale zeigen Reste der Blüte in Sternform an, wie viele Fruchtsegmente enthalten sind.

Papaya – Papaya – carica papaya

Sechs bis acht Meter hoher, hohler Stamm aus sehr weichem Holz. Die Früchte haben verschiedenste Formen und Größen, oft bis zu 70 Zentimeter Länge, mit meist gelblich-orangefarbenem Fruchtfleisch.

Rambutan – Rambutan – nephelium lappaceum

Bis etwa acht Meter hoher Baum mit dünnen Ästen. Der Name stammt aus dem Malaiischen und bedeutet „haarig“ – was das Aussehen der Früchte gut beschreibt. Die mit der Litchi verwandten Früchte werden häufig lokal verzehrt.

Salak (Schlangenhautfrucht) – Salak – salacca zalacca

Bis zu vier Meter hohe Fiederpalme mit unzähligen, gut fünf Zentimeter langen Stacheln. Die fünf bis sieben Zentimeter großen, eiförmigen Früchte wachsen in Trauben und sind von einer schlangenhautähnlichen Schale umgeben. Kultiviert wird Salak vorwiegend im Ostteil der Insel – ein beliebter Durstlöscher.

Sauersack – Sirsak – annona muricata

Aus Südamerika stammender, bis etwa fünf Meter hoher, immergrüner Laubbaum. Die süß-sauren Früchte haben eine dünne Haut und sehr weiches, zähes Fruchtfleisch mit vielen kleinen schwarzen Samen. Der Saft wird auf Java industriell als „Sirsak“- oder „Soursop“-Juice abgefüllt.

Sapote – Sawo – manilkara zapota

Bis gut zehn Meter hoher Baum mit runden bis länglichen Früchten von birnenähnlichem Geschmack. Sawobäume werden auf Bali nicht im Hausbereich angepflanzt – weil sich dort der Überlieferung nach gerne Geister niederlassen.

Tamarillo (Baumtomate) – Tamarillo – cyphomandra betacea

Kleiner, drei bis vier Meter hoher Strauchbaum mit zarten Ästen. Die Früchte schmecken tomatenähnlich und werden gerne für Obstsalat verwendet; die glatte Schale ist ungenießbar. Tamarillos wachsen in den kühleren Bergregionen und werden vorwiegend am Markt von Bedugul angeboten.

Rosenapfel – Jambu Air – syzygium jambos

Bis zu zehn Meter hoher, breitkroniger Baum, heimisch in Südostasien. Die wässrigen, süß-säuerlichen Früchte werden meist frisch als Durstlöscher verzehrt. Auf Bali ein beliebter Schattenbaum in Höfen und Tempelanlagen.